ARTIKEL der Passauer Neuen Presse

Neues Ehrenmitglied bei der Feuerwehr

Einsatz von Hermann Schönhofer gewürdigt – Altershamer Wehr feiert nächstes Jahr Jubiläum

26.02.2024 | Stand 26.02.2024, 4:00 Uhr
  


Zum Ehrenmitglied ist Hermann Schönhofer (mit Urkunde) ernannt worden. Dazu gratulierten (von rechts) stellvertretender
Kommandant Christian Reitberger, Vorsitzender Bernhard Lechner sowie 1. Kommandant Michael Wimmer. − Foto: Maier

Von Johanna Maier

Pfarrkirchen. Die Freiwillige Feuerwehr Altersham hat bei der Jahresversammlung im Vereinsheim Bilanz gezogen und Ehrungen vorgenommen. Dabei ernannte man Hermann Schönhofer zum Ehrenmitglied.

Nach der Begrüßung durch Vorsitzenden Bernhard Lechner und dem Totengedenken trug Kommandant Michael Wimmer seinen Bericht vor. Dabei sprach er von 23 Übungen. Auch Atemschutzgeräteträger-Schulungen und viele weitere Lehrgänge gebe es regelmäßig. 38 Einsätze hatte die Wehr laut Wimmer im vergangenen Jahr zu absolvieren, darunter 13 technische Hilfeleistungen und auch sonstige Einsätze wie z.B. bei der BR-Radltour oder dem Altstadtfest.



Aktuell53 Aktive

Aktuell zähle man 119 Mitglieder, davon 53 aktive und elf von der Jugendfeuerwehr. Die anderen seien Förder- und Ehrenmitglieder. Vier Neuzugänge gab es zu verzeichnen. Im neuen Jahr stünde unter anderem die Abnahme von Leistungsabzeichen und vieles mehr an.

Für Schriftführerin Beate Lempertseder, die nicht an der Versammlung teilnehmen konnte, blickte Andreas Bauer zurück aufs letzte Jahr. „Es war viel los im Vereinsleben“, sagte er und nannte unter anderem die Dankwallfahrt zum Gartlberg, Dorffest, Weihnachtsfeier oder Vereinsausflug. Die Vorbereitung auf die Fahnenweihe 2025 sei jetzt schon in vollem Gange. 14 Festausschusssitzungen seien im vergangenen Jahr mit Blick auf die 100-Jahr-Feier abgehalten worden. Tobias Wimmer legte seinen ersten Kassenbericht vor. Hermann Schönhofer hatte die Prüfung übernommen und bescheinigte einwandfreie Arbeit. Die Entlastung der Vorstandschaft war Formsache.

Jugendwart Andreas Bauer zeigte sich erfreut über die elf Mitglieder – acht Buben und drei Mädchen. Übungen, Wissenstests, Seminare, Fahrzeug- und Gerätekunde: Vielerlei stehe auf dem Programm. In Bayerbach gebe es im Sommer ein Zeltlager. Lobende Worte hatte er für Beate Lempertseder, Nicklas Lempertseder und Alfons Mühlhuber, die sich für die Jugend richtig ins Zeug legen würden.

Pfarrer Dr. Wolfgang Schneider dankte in seinem Grußwort der Feuerwehr Altersham für die Teilnahme an kirchlichen Terminen. Für das bevorstehende Jubiläum wünschte er Ausdauer und Freude bei der großen Vorbereitung. Ähnlich äußerte sich Bürgermeister Wolfgang Beißmann. Er dankte für die Einsätze, bei denen es um Menschenleben, Sachwerte und Sicherheit gehe. „Feuerwehrdienst ist nicht planbar und somit ein besonderes Ehrenamt.“ 80 000 Euro habe die Stadt im letzten Jahr für leichte Schutzjacken für alle Wehren ausgegeben, sagte er.



Angriffe auf Rettungskräftemachen traurig und wütend

Immer mehr Einsätze kämen auf die Feuerwehren zu, gerade durch Extremwetterlagen. Mancher Bürger sollte sich aber auch selbstkritisch fragen, ob man nicht die eine oder andere Situation nicht selber oder durch einen Dienstleister abarbeiten könne.

Kreisbrandmeister Stefan Niedermeier sprach von einem „eindrucksvollen Bericht“ des Kommandanten. Er berichtete vom ABC-Einsatz im vergangenen Jahr in Regensburg bei einer sogenannten Hilfeleistungsübung. 200 Leute aus Rottal-Inn waren dabei im Einsatz.



Der stv. Pfarrkirchner Polizeichef, Hauptkommissar Andreas Zenger, stellte die Arbeit der Feuerwehr heraus, die Leben rette und schütze. Angriffe auf Rettungskräfte seien vor einigen Jahren noch undenkbar gewesen, meinte er. Jetzt würden Ehrenamtliche, die einen Großteil ihrer Freizeit opferten, Ziel von körperlichen Übergriffen. Dies mache traurig, nachdenklich, wütend.

Eine besondere Auszeichnung vergab die Feuerwehr dann: Hermann Schönhofer wurde zum Ehrenmitglied ernannt. Mit 16 Jahren trat er in die Feuerwehr ein, wurde zwei Jahre später als Vertrauensmann in die Vorstandschaft gewählt. 23 Jahre war er Kassier, seit 2005 ist er Kassenprüfer, unzählige Ausbildungen hat er absolviert. Er sei immer schnell am Feuerwehrhaus, war und ist engagiert bei Festausschüssen, bei Fahnenweihen oder beim Feuerwehrhausbau, würdigte die Wehr. Er war bereits für 25 Dienstjahre und 40 Jahre freiwillige Tätigkeit bei der Feuerwehr ausgezeichnet worden. Dokumentationen oder Fotos von Einsätzen übernehme er auch. Als Symbol der Anerkennung überreichten ihm die Verantwortlichen der Wehr einen Krug und eine Urkunde.


Begrüßt worden waren zu der Versammlung unter anderem auch die stellvertretenden Bürgermeister Hermann Gaßner und Hans Hirl, Ehrenvorsitzender Martin Hofer sen. und Ehrenkommandant Johann Wimmer.