ARTIKEL der Passauer Neuen Presse vom 09.08.2008

 

Unwetter hält Feuerwehr in Atem

Viele Einsätze am Donnerstagabend - „Spatzl“ überschwemmt

Einsatzfoto PNP
Durch die heftigen Regenfälle wurde auch das Restaurant Spatzl überschwemmt.
Feuerwehr und Mitarbeiter beseitigten nachts das Wasser. (Foto: red)


Von Chr. Wanninger
Pfarrkirchen. Die Schäden halten sich im Vergleich zu anderen Regionen in Grenzen, doch die Feuerwehrleute waren aufgrund des Unwetters in der Nacht auf Freitag im Dauereinsatz. Zwischen 23 und 5 Uhr waren sie gefordert und mussten gegen die Wassermassen ankämpfen.
Insgesamt zwölf Einsätze verbuchte die Pfarrkirchner Feuerwehr, die von den Kollegen aus Altersham unterstützt wurde. Rund 30 Aktive waren stundenlang unterwegs. In erster Linie ging es um das Leerpumpen voll gelaufener Keller, unter anderem im Mahlgassinger Weg. Wasseralarm gab es auch im „Spatzl“. Dort wurde nicht nur das Untergeschoss in Mitleidenschaft gezogen, sondern auch das Restaurant. Chef Helmut Dadlhuber: „Das Wasser wurde durch den Kanal hereingedrückt und sprudelte aus dem Spülbecken nur so heraus.“ Mit Hilfe der Feuerwehr brachten er und seine Mitarbeiter aber nachts wieder alles auf Vordermann. Wie hoch der Schaden ist, kann der Wirt noch nicht abschätzen. Möglicherweise sind auch elektrische Geräte kaputt gegangen. Der Betrieb im Restaurant aber lief gestern schon wieder wie gewohnt.
Zweieinhalb Stunden im Einsatz war die Feuerwehr im Telekom-Gebäude (Post-Areal) am Seilerweg. Dort stand das Wasser rund fünf Zentimeter hoch, und zwar auch in dem Bereich, in dem die Schaltschränke für das gesamte Telefonnetz der Region untergebracht sind. „Wäre dort alles abgesoffen, könnte heute in Pfarrkirchen keiner telefonieren“, so ein Feuerwehrsprecher.
Nichts ging mehr für kurze Zeit auf der Ringstraße bei der Post. Dort war die Fahrbahn so stark überflutet, dass man sie nicht mehr erkennen konnte. Beseitigen musste die Feuerwehr in der östlichen Ringallee einen Baum in Höhe des „Movie“. Er hielt dem starken Wind nicht stand.
Mit Aufräumarbeiten waren gestern Morgen die Mitarbeiter des städtischen Bauhofs beschäftigt. „Unterm Strich sind wir noch glimpflich davon gekommen“, sagte aber Geschäftsleiter Hans Kremsreiter. Und das, obwohl die Wassermassen, die auf Pfarrkirchen niederprasselten, gewaltig waren. Nach Angaben des Bauhofs regnete es bis Mitternacht 50 Liter pro Quadratmeter und in den Stunden danach noch einmal weitere zehn Liter je Quadratmeter.